DOLOMITEN

V I D E O ° D O L O M I T E N

DOLOMITEN JUNI 2017

Ich weiß nicht genau wann ich die bizarrschönen Felsformationen der Dolomiten irgendwo das erste Mal gesehen habe, ich weiß nur noch ich war sofort gefesselt und wollte sie unbedingt einmal selbst bestaunen.  Also fuhren wir kurzerhand noch vor der Ferienmasse los, tankten  am Wörthersee ein bisschen Cote d’azur – Feeling und schlängelten uns dann über den Staller Sattel nach Italien weiter. Auf dem Weg zum Gebirgspass war auch Zeit mal eben kurz Schnee zu greifen, als ich das so nah geglaubte Weiß vom Straßenrand aus sah und wir mir zuliebe beschlossen, mal eben zu ihm hoch zu krakseln. Es sah näher und leichter aus als gedacht, aber es hat sich gelohnt mein Winterherz bei Sommertemperaturen zu erfreuen und während Hund Pina sich im Schnee wälzte, konnten wir per PoRutsche kurz Winterkinder sein und das ganz still und heimlich, als gehöre der Berg nur uns allein.

A N T H O L Z E R  S E E

Im Tal hinter der Grenze wartete schon unser erstes Hotel, idyllisch gelegen und mit rauschendem Balkonblick auf einen Wasserfall und ganz nah dem sagenhaft blauen Antholzer See, der uns schon auf dem Hinweg einen Zwischenstop abverlangte und den wir Tags darauf noch einmal gemütlich umwanderten. Man konnte sich nicht satt sehen an seiner unglaublichen Farbe und mein kleines Hundemodel musste ganz schön oft still halten … wie den restlichen Urlaub eigentlich auch ( daher gibt’s zwischen den Landschaftsschnappschüssen immer mal einige Fertigbilder aus meiner Tierfotografenhand KLISCHKLICK , die ja doch immer mit wandert).

D I E   D R E I   Z I N N E N

Einen weiteren Tag widmeten wir den Drei Zinnen, sehr bekannt und ebenso sehenswert, nur vielleicht nicht gerade an Wochenenden oder Feiertagen, wenn man den menschlarmen Genuss lieben sollte. Dieses leere Glück hatten wir leider nicht. Massen schlängelten sich den Pfad um die drei kapitalen Bergspitzen herum, aber mit dem Verlassen des Weges kam auch die Idylle und Ruhe zurück und wir konnten endlich den unbeschreiblich atemberaubenden Ausblick bestaunen, der mit jedem Schritt noch besser wurde. Wie wir dort saßen, zwischen Wolken und Felsen und pfeifenden Murmeltieren, von Bergspitzen umgeben die nicht von dieser Welt schienen, da fühlte man sich klein und frei und konnte die Natur so gewaltig finden wie nie zuvor. Vor allem als in der Ferne ein grollendes Gewitter anrollte und allem Schönen noch einen Hauch Dramatik verlieh…uns dann aber auch zum Rückzug bewegte. Es gäbe dort so viele Wandermöglichkeiten, die wir nicht ansatzweise verfolgen konnten und daher ganz unbedingt noch einmal an diesen gewaltig schönen Ort zurück müssen.

P R A G S E R   W I L D S E E

Und wenn wir dachten dort oben waren viele Menschen, wurden wir am nächsten Tag eines besseren belehrt, als wir den idyllisch geglaubten Pragser Wildsee als Ziel auswählten – wie einfach jeder. Tatsächlich verging uns schon die Lust als wir eine halbe Stunde nur für den Parkplatz anstanden, der von Bussen und Autos übersät ein Ausmaß annahm, wie ich es nur vor Stadien oder Flughäfen kannte. Und das obwohl wir schon sehr früh dran waren. Also schoben wir uns entgeistert im Strom der Menschenmassen den Rundweg entlang, bemühten uns mit kleinen Abstechern zu menschenleeren Uferecken zu motiverien und atmeten erst am anderen Seeende (oh drei E’s!) auf, wo wir ins Geröll flüchteten um ein wenig bergige Erholung zu genießen. Es war einfach ein ungünstiger Tag mit ungünstig vielen Menschen, weswegen dieser ach so schöne Ort für uns sehr viel Zauber einbüßte, den er zu anderen Zeiten ganz sicher besitzt.

P E I T L E R K O F E L

Mit dem Quartierswechsel nach Palmschoss (The Vista Hotel, sehr toll & hundefreundlich) starteten wir einen ersten regnerischen Versuch den Peitlerkofel zu umwandern, mussten aber aufgeben und zu einer glücklicherweise schnell folgenden Sonnenstunde einen weiteren Versuch wagen. Und dort waren wir endlich wieder allein auf weiter Alm, mit einem fantastischen Blick und Freiheitsgefühl, das auch unser über die Wiesen tobender Hund sehr genoss. Als dann der Mond noch hinter dem Berg aufging, war das Glücksgefühl perfekt.  Nachträglich betrachtet war der ganze Urlaub geprägt von Wanderungen, die wir aufgrund von Wetter und Zeit nicht zu Ende führen konnten. Oder einfach ein Sammelgrund unbedingt wieder zu kommen. Denn auch an unserem letzten Dolomitentag schafften wir die geplante Wanderung zu einer Alm über Sant Magdalena nicht, diesmal aufgrund schwächelnden Städterdaseins und mangelnder Kondition. Unsere abgekürzte Wanderung irgendwo in Wald und Feld war trotzdem schön ^^

 

K Ö N I G S S E E

Auf der Rückreise gönnten wir uns noch zwei Tage am Königssee, von dem einer verregnet im Bettgekuschel endete und der andere mit einer schnuckeligen Ruderrunde über den schönen See, durchaus einen gelungenen Abschluss darstellte. Noch einmal an der Almbachklamm angehalten und durchquert und schon war der Urlaub wieder viel zu schnell vorbei und alles was geblieben ist, sind Erinnerungen und der Wunsch nach einem Wiedersehen.

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